Erstes großes Turnier für Marcus Adam

Rostock. Es war nicht zu erwarten gewesen, dass Marcus Adam von seinem ersten großen Turnier mit einer Medaille zurückkehren würde. So waren die Deutschen Meisterschaften für den Athleten vom Fechtclub Kassel vor allem eine Lernerfahrung. Adam trat gleich in allen drei Waffen des modernen Sportfechtens an: Degen, Säbel und Florett.

Besonders bei den Großen seines Sports musste er Lehrgeld zahlen. So war in Rostock unter anderem Maurice Schmidt am Start, der 2024 im Säbel die Paralympics gewonnen hatte.

Im Degenwettbewerb war Marcus Adam im ersten K.O.-Gefecht gegen Adrian Dworak (Kölner FK) fulminant gestartet und hatte sich eine deutliche Führung erarbeitet. Doch am Ende gab er den Kampf noch mit 14:15 Treffern aus der Hand. Am Ende stand Platz 9.

Im Säbelwettbewerb, den Maurice Schmidt (SV Böblingen) souverän gewann, kam Adam auf den 8. Platz. Im Florett hatte er sein K.O.-Gefecht gegen den späteren deutschen Meister Julius Haupt (FC Tauberbischofsheim) deutlich verloren und holte erneut Platz 8.

Die drei Waffen unterscheiden sich durch die gültige Trefffläche und durch die unterschiedliche Ausgestaltung des Trefferrechts. Beim Rollstuhlfechten sitzen sich die Athleten gegenüber. Die Rollstühle sind in einem bestimmen Abstand zueinander in ein Gerüst eingespannt, der sich nach der Reichweite der Fechter richtet. Durch schnelle Bewegungen mit dem Oberkörper und der Klinge werden die Treffer vorbereitet. (Olaf Dellit/Foto: Sabine Glaser)

Foto: Marcus Adam mit seinem Trainer Florian Bender

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